Nachdem in der Presse unlängst das Schweizerdeutsch gewürdigt wurde, berichtet die «NZZ» heute über das Patois, «die verstummende Stimme der Romandie». Dabei geht es um den «Glossaire des Patois de la Suisse romande», welcher dem schweizerdeutschen Idiotikon entspricht sowie um den «Atlas linguistique audio-visuel du francoprovençal valaisan», der sich auf das französischsprachige Wallis konzentriert:
Wenn man [...]
In der Wochenendpresse gabs gleich zwei lesenswerte Artikel zum Schwyzerdütsch. Die «NZZ am Sonntag» berichtete über das Idiotikon, das «Magazin» über die L-Vokalisierung. Etwas verständlicher formuliert: warum Hanspeter von Z. W. «hingerem Gmüesregau» und nicht «hingerem Gmüesregal» steht.
Allergiker haben ein Problem: Sie niesen zu oft und strapazieren damit die Geduld ihrer Mitmenschen. Das tönt ungefähr so:
«Hatschi.» - «Gesundheit.» - «Hatschi.» - «Gesundheit!» - «Da … Hatschi. Hatschi.» - «Ge …» - «Hatschi. Hatschi. Hatschi.» - «RUHE!» - «Hatschi.»
Vielleicht naht Rettung: Die «NZZ» berichtet heute über die zahlreichen positiven Wirkungen von Botulinumtoxin (bekannteste [...]
Die Zürcher Freibäder werden immer gefährlicher: Nachdem vor kurzem im Anstrich der Schwimmbecken krebserregende Stoffe entdeckt wurden, hat die «NZZ» im kürzlich sanierten Freibad Seebach nun auch noch Strahlung festgestellt:
Die Qualität der Sanierung bemisst sich an der Tatsache, dass die Anlage wieder den Anschein selbstverständlicher Zeitlosigkeit verstrahlt.
Hoffen wir, dass es sich lediglich um einen syntaktischen [...]
Das Zitat der Woche:
Man ist sich einig, dass schriftliche Mitteilungen möglichst sec und auf den Punkt gebracht kommuniziert werden sollten.
Das heisst: Schreiben Sie einfach!
Diese schriftliche Mitteilung, autant sec que possible und auf den Punkt gebracht, kommunziert uns heute der «NZZ Campus Headhunter Blog» in seinem Beitrag «Über Orthographie und Stil».
Nice try.
Manchmal benötigt auch die banale Wahrheit höchste Weihen: Ein neues Bundesgerichtsurteil hält fest, dass freie Sicht beim Autofahren wirklich wichtig ist. Merken wir uns also für die kommende Schlottersaison: Wer auf der vereisten Windschutzscheibe nur ein Guckloch freikratzt, muss mit einem einmonatigen Führerausweisentzug rechnen.
In früheren «NZZ»-Berichten zu diesem Thema wurde jeweils der Polizei-Terminus Iglufahrer erwähnt. [...]
Die aktuelle Sommerposse der Zürcher Verwaltung (vgl. «Feuerverbot») sorgt für Unverständnis, aber auch für sprachliche Innovation. So griff man auf der «Blick»-Redaktion tief in die polizeilinguistische Kiste und prägte einen erheiternden Titel:
Joseph Kaiser flieht über die Reuss in den Aargau: «Die Wurstpolizei kriegt mich nie!»
Entgegen des Neologismus-Verdachts hat der «Blick» damit keine sprachliche Eigenleistung [...]
Eines der eher mittelmässigen Asterix-Alben heisst «Der grosse Graben». Dieser Graben, welcher symbolisch für die Berliner Mauer steht, wird überwunden, und das gallische Traumpaar findet dank Asterix’ und Obelix’ Kuppel-Diensten zusammen.
Im Gegensatz zu «20 Minuten» bietet die «NZZ am Sonntag» keine Comics an. Dafür berichtet sie in ihrer heutigen Ausgabe auch über einen grossen [...]
Fast alles kann mit einem Nominal-Kompositum behoben werden. Im Fall der «rekordhohen Schneemengen» sind es die Schneeräumungsequipen (NZZ Online).
Schön, dass an Stelle der inflationären Reinigungsteams, Taskforceteams, Kundendienstteams, Backofficeteams, Stadtentwässerungs- und sonstigen Teams wieder einmal die Equipe zum Zug kommt.
Die Heftchen «kleinen Broschüren» namens «Weltliteratur – Klassiker Kompakt» der NZZ, welche die langweiligen alten Schinken auf Tranchengrösse bringen, sind umstritten. Redaktionsleiter Felix Müller spricht vom einem «Beitrag zur Erhaltung der Überlieferung» und rühmt die Reihe mit einem Verweis auf die «schnelllebige Zeit». Die BAZ war damit nicht ganz einverstanden (auszugsweise im Medienspiegel [...]