Patois-Projekte

Nachdem in der Presse unlängst das Schweizerdeutsch gewürdigt wurde, berichtet die «NZZ» heute über das Patois, «die verstummende Stimme der Romandie». Dabei geht es um den «Glossaire des Patois de la Suisse romande», welcher dem schweizerdeutschen Idiotikon entspricht sowie um den «Atlas linguistique audio-visuel du francoprovençal valaisan», der sich auf das französischsprachige Wallis konzentriert:

Wenn man auf diesem faszinierenden Atlas die entsprechende Sequenz auf dem Bildschirm anklickt, so kann man die Patois-Sprecher hören und auch sehen, während gleichzeitig auf dem Bildschirm eine Transkription des Gesagten auf Patois sowie eine französische Übersetzung abläuft. Mit dieser Methode hoffen die «ALAVAL»-Forscher nicht nur den Wortschatz der Dialekte, sondern auch den Satzbau, die Grammatik und die Art des Redens festzuhalten. Informatik und audiovisuelle Technologien erweisen sich einmal mehr als wahrer Quantensprung für Sprachwissenschafter.

Der Artikel ist informativ und lesenswert, Google apportiert nützliche Zusatzinformationen: Beispiele für das Fribourger Patois gibts bei Lyoba, Beispielvideos und ein Amuse-Bouche zum «ALAVAL» auf der Website der Uni Neuchâtel.

Spannende Projekte! Und auch inspirierende. Man möchte glatt das Atlas-Interface der Romands stehlen und die Prävalenz der Zürcher Vokalreduplikation erforschen (Nöhöd? Jaha? Schoho?).

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