Ich war einige Tage in Hamburg und habe gesammelt. Zum Beispiel Sätze wie diese:
1. Die Angestellte einer Bäckerei nach meiner Ein-Euro-Bestellung, in einem bühnenreifen Ton: «Ausserdem?»
2. Das T-Shirt einer Verkäuferin in einem schönen Geschäft mit schlimmer Website: «ICH ENTSCHULDIGE MICH FÜR UNSERE HOMEPAGE».
3. Ein Obdachloser in der U-Bahn, eben zugestiegen, an die noch gähnenden Passagiere: «Entschuldigen Sie bitte, dass ich Sie anspreche. Ich möchte fragen, ob Sie vielleicht ein paar Euro für mich haben, damit ich meinen Unterhalt finanzieren kann».
So geht das.
Comments 4
“Außerdem?” sagen bei uns im Schwabenländle so gut wie alle Bäckereifachverkäuferinnen mit großer Routine. Eine solche Dame in unserem Städtchen pflegt in ihrem Ideolekt zu fragen “zum hier?”. Das ist dann schon Dönersprech at its very best.
Posted 02 Aug 2008 at 8:19 ¶Gut möglich, dass das zur deutschen Brotfachfrau-Ausbildung gehört und im ganzen Land praktiziert wird - für meine Heidi-Ohren klangs einfach ungewohnt. ;-)
Posted 02 Aug 2008 at 10:04 ¶Schlimme Webseie? Da habe ich schon deutlich schlechtere gesehen :) Aber das T-Shirt sollte ich mir für meine Webseite (inkl. URL natürlich) auch mal anferigen…
Posted 02 Aug 2008 at 12:11 ¶Oder gleich eine Massenproduktion aufziehen und die Dinger verschenken. Der Spruch bietet ja enormes Potenzial. Sei es an der Tankstelle (Ich entschuldige mich für unsere Apothekerpreise), am Schalter (Ich entschuldige mich für diesen bescheuerten Ablauf) oder in der U-Bahn (Ich entschuldige mich für meinen sabbernden Hund).
Posted 02 Aug 2008 at 19:42 ¶Post a Comment