In der aktuellen «Zeit» wird Gus Van Sants neuer Film «Paranoid Park» besprochen. Ein Auszug:
Auch wenn Alex noch die passenden Begrifflichkeiten fehlen, ahnt er bereits, dass seine Generation ihre Unschuld längst verloren hat (…) Hier nimmt sich der Film dann auch seine größten Freiheiten, wenn er minutenlang ins Kontemplieren gerät oder Leslie Shatz’ kunstvoll verwobene Soundscapes zwischen Nino Rota, Beethoven und Elliot Smith dem Geschehen eine somnambule Unschärfe verleihen.
Kontemplierende Filme, verwobene Soundscapes, akustischer Schlafwandel der Handlung … Vor lauter begrifflicher Unschärfe entschlüpft uns vielleicht die Logik, aber «irgendwie» passt das schon. Wenn dann auch noch vom «autoritären Regime der Schulpädagogik einerseits und der Permissivität des Elternhauses», von «Gesten der Solidarität» und dem «[grossen] Kontinuum der Adoleszenz» die Rede ist, dürfen wir immerhin raten, was der Rezensent früher einmal studiert hat: Soziologie vielleicht?
Comments 2
Wir sollten die Somnambulanz rufen …
Posted 10 Jun 2008 at 12:05 ¶Keine Chance, die sind alle für die Euro reserviert. Aber vielleicht gibts stationäre Behandlungen gegen Wolkigkeit?
Posted 13 Jun 2008 at 9:31 ¶Post a Comment