Äs Himugüegeli ufem Chueche

Der Sprachatlas der deutschen Schweiz basiert auf den Schweizer Dialekten, die zwischen 1939 und 1958 gesprochen wurden. Ein Forschungsprojekt der Universität Zürich untersucht nun, wie sich die Dialekte in den letzten 60 Jahren verändert haben: Gibt es weniger Wort-Varianten als früher? Haben sich die Grenzen der Dialekte verschoben? Werden die Dialekte von regionalen Zentren oder der Schriftsprache beeinflusst? (Oder etwas populärwissenschaftlicher formuliert: Gibt es den Bahnhofbuffet-Olten-Dialekt wirklich?)

Mit einer Online-Umfrage zu 15 ausgewählten Wörtern will die Germanistin Britta Juska-Bacher erste Antworten auf diese Fragen finden. Dazu fragt sie unter anderem nach dem «richtigen» Wort für Marienkäfer oder Blechkuchen. Das Ausfüllen sei allen Schweizer Leserinnen und Lesern empfohlen und macht Spass. Mein Chueche hat der Fragebogen im Gegensatz zum Zürcher Verkaufspersonal sofort akzeptiert. Und nicht etwa süffisant nachgefragt: Meinet sie d’Wääääieeee?

Comments 2

  1. Anna wrote:

    Ich schockiere in Luzern auch nach sechs Jahren ab und zu die frau in der Migros, wenn ich wie einst in Basilea eine Gugge verlange…

    Posted 19 Jan 2008 at 10:23
  2. Michael Staub wrote:

    An diesen Wörtchen hängt nun mal unsere kantonale Restidentität. Die Zürcher dürfen dafür Bölle statt Ziebele sagen, auch wenn sie schon zwanzig Jahre in Bern wohnen ;-).

    Posted 19 Jan 2008 at 11:25

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