Die Rechtschreibung wird heute gern als Zucht- und Herrschaftsinstrument missverstanden. Dabei ist sie auch ein Ausdruck der Wertschätzung: Korrekter Sprachgebrauch erleichtert den Lesern das Verständnis und erhöht die Geduld.
Zum Beispiel beim Anstehen in einer Kantine, deren Küche den Genuss nicht gerade neu erfindet. Der aktuelle Menüplan des von mir besuchten «Personal Restaurants» enthält 21 Menüs und 7 Fehler. Am Montag gibt es zum Beispiel «Kalbshaxe Gremolata» mit «Ponenta». Am Dienstag «Kalbsragout mit Gemüsewürfel». Nur einen? Der Mittwoch ist fehlerfrei, doch am Donnerstag dräut eine «Gedämpte Tomate» unter dem Lamm. Der Freitag verspricht eine «Rindskarbonnade», am Samstag gibts Cordonbleu mit «Rissoléees Kartoffeln» und «Fenchel milanaise».
Am Seitenende heisst es treuherzig: «Wir wünschen Ihnen einen guten Appetit!». Und ich mir etwas weniger Buchstabensuppe.
Comments 2
Richtig happig wirds dann im Ausland:
Posted 18 Jan 2008 at 18:27 ¶http://www.anonymekoeche.net/?p=53
Das erinnert mich doch an griechische «Pastetchen mit Erbsen», die sich als Teigwaren entpuppten …
Posted 21 Jan 2008 at 21:47 ¶Post a Comment