Die Konsumschlacht zu Weihnachten scheint dieses Jahr besonders kriegerisch zu werden. Im «Tages-Anzeiger» lese ich soeben über die ersten Kollateralschäden:
Zehntausende haben sich am zweiten Sonntagsverkauf in der Innenstadt ins Getümmel gestürzt. Geschäftsinhaber vermelden nach dem Grosskampftag sehr gute Umsätze. (…) Allerdings: Flaniert werde heute nicht mehr (…). Im Gegenteil, der Einkauf sei generalstabsmässig geplant: Am Sonntag die Geschenke, am Montag die Lebensmittel fürs Weihnachtsmenü.
Da fehlt mir bloss noch die Rapporte von der Kassenfront, wo die Kartenlimiten mit Sturmangriffen zermürbt werden, und eine Reportage aus dem Internierungslager für bankrotte Kunden. Zur Abrundung darfs dann noch ein Lagebericht aus dem Hauptquartier sein, wo die «City Vereinigung Zürich» heute vermutlich die Shopping-Stufe DEFCON 2 ausgerufen hat.
Trotzdem ein schönes Fest.
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