Mühlein

«There is no such thing as a free lunch», murmeln die Ökonomen bei jeder Gelegenheit. Und beim Kochen stimmt das ja auch: Sogar ein «Menü» aus der Küche von «Anna’s Best» verlangt gewisse Handgriffe. Aber weil das Kochen nach alter Mütter Sitte doch noch etwas mehr Mühe macht, floriert der Convenience Food, und Zuckererbsen finden wir bald nur noch bei Heine oder auf dem Naschmarkt.

Deshalb freute ich mich, in der gestrigen «Sonntagszeitung» ein Plädoyer für frische Erbsen zu finden, das mit einem hübschen Neologismus für etwas mehr Einsatz wirbt:

Gegen tiefgekühlte Erbsen ist im Prinzip nichts einzuwenden. Wer jedoch das Mühlein auf sich nimmt und die grünen Kugeln frisch aus der Schote puhlt, wird mit delikater Süsse belohnt.

Es ist heute ja nicht mehr in, bei irgendetwas Mühe zu haben. Ein Mühlein dürfte aber gerade noch drinliegen.

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