Die ebenso erfolgreiche wie überfüllte Zürcher S-Bahn soll mit einer zweiten Staffel neuer Züge entlastet werden. Der «Tages-Anzeiger» berichtet heute:
Um [2013] genug Rollmaterial zu haben, schreiben die SBB bereits heute eine Bestellung für 60 weitere S-Bahn-Kompositionen der dritten Generation aus. Sie sollen komfortabel, vollklimatisiert und 160 km/h schnell sein sowie im Eingangsbereich spezielle «Drängelräume» haben.
Ein hübsches Wort, vor allem in Verbindung mit der Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Ob diese tatsächlich gefahren werden kann, soll uns hier nicht kümmern. Wir schlagen vor, die neue Staffel unter dem Decknamen «Sardinen-Express» auszuschreiben.
Comments 4
Drängelräume ist tatsächlich hübsch - man ist gleich froh, sehr selten in den Drängelstunden Zug fahren zu müssen.
Posted 13 Apr 2007 at 12:50 ¶Das kann vorkommen. Doch auch zu Drängelstunden gibt es gewisse strategisch günstige Lauschigkeitsecken ;-).
Posted 13 Apr 2007 at 13:08 ¶Lauschigkeitsecken :) Deine Neologismen sind schöner als die vom Tagi, allerdings ist dieser euphemistisch -heiss und stickig ist es auch in den Lauschigkeitsecken (oder hast Du Geheimtipps?)
Posted 13 Apr 2007 at 13:43 ¶Wenn ich Zug fahre, dann sind mir die “Lauschecken” am liebsten ;)
Geheimtipps hab ich keine verbindlichen - die Ecken wechseln von Zug zu Zug und sind von vielen Faktoren abhängig (Ort und Ausbreitung der Drängelräume, Kebabquote, Aussentemperatur, Lüftungseffizienz). Auch S-Bahn-Fahren ist halt eine Wissenschaft für sich.
Posted 14 Apr 2007 at 11:02 ¶Die Lauschecken finde ich dagegen nicht so toll - ich suche noch nach einem passenden Neologismus, um dem Phänomen der «Kopfhörerknacker» gerecht zu werden, jenen Mitreisenden also, deren Berichte über eklige Ausschläge, doofe Chefs oder umgefallene chinesische Papierkörbe sogar die iPod-Schranke überwinden.
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