Das gerechte Wort zum Sonntag

Die Bibel ist nicht nur der bekannteste, sondern auch der meistübersetzte Text. Nun gibt es auch eine Ausgabe für die Freudinnen und Freunde der politisch korrekten Sprache: Die «Bibel in gerechter Sprache». In einem langen, aber lesenswerten «NZZ»-Artikel lässt Theologieprofessor Ingolf Dellmann nur wenige gute Haare an diesem «neuen» Text:

Die «Bibel in gerechter Sprache» vermeidet erfolgreich, sich vom Eigensinn der biblischen Texte stören zu lassen. Ihr Umgang mit den Texten hat alle Züge einer schwärmerischen Ideologie. Die Texte verlieren dadurch den Status eines kritischen Gegenübers, an dem sich Auslegung und Auseinandersetzung orientieren können. Ihre Übersetzung dagegen ist nicht nur hermeneutisch einseitig, sondern an vielen Stellen philologisch unzuverlässig, historisch irreführend und theologisch konfus. Philologisch, historisch und theologisch ist diese Übersetzung unbrauchbar.

Die Diskussion über die «richtige» Übersetzung ist eröffnet.

Comments 1

  1. Chat Atkins wrote:

    Slogan: Unsere unanstößige Lenor-Bibel wäscht das weicheste Weich Ihres Lebens.

    Posted 20 Nov 2006 at 17:16

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