Im zweiten Teil unserer Serie geht es um den Schreibstau. Beziehungsweise desen Umfahrung. Der Monarch empfiehlt in diesen Fällen den Griff zu Hausmittelchen oder aber zu Aurel Gergeys Staulöser forte. Denn mit dem kostenlosen Ratgeber «Schreibstau. 7 Tipps, wie Sie Ihre Gedankengänge entstopfen» lässt sich der Schreibstau auflösen. Oder wenigstens umfahren.
Und wenn Sie sich lieber noch eine Minute länger drücken, können Sie in Detlef Gürtlers Wortistik nachlesen, ob der Schreibstau nun ein Denkloch ist oder nicht.
Hinweise auf weitere - taugliche - Schreibratgeber nimmt der Monarch gerne entgegen. Hinterlassen Sie einen Kommentar oder benutzen Sie das Kontaktformular. Auch das läuft unter Abbau der Buchstabenhemmung.
Comments 2
Häufig wird ein Schreibstau auch verwechselt mit einem fehlenden Ziel. Wenn ich wild drauf los schreibe und itgendwann das Gefühl habe, es würde “irgendwie gerade nicht so fließen”, dann hilft: Sich zu fragen (schriftlich!), was man eigentlich sagen will. Und diese Antwort aufzuschreiben. Und zwar völlig losgelöst von intelligenter Formulierung, logischer Herleitung oder sonstigem.
Dann steht plötzlich ein sehr einfacher Text vor einem, den man nur noch schönschreiben muss. Manchmal nicht mal das.
Häufig werde ich von (textfremden) Kollegen gefragt, wo in ihren Satzungetümen denn die Kommas jetzt hingehören und ob man dieses oder jenes überhaupt so oder so sagen kann. Und auf meine Nachfrage, was sie denn eigentlich ausdrücken wollten, kommt eine klare einfache Aussage, nach der ich nur noch fragen kann: Und warum schreibst du das nicht einfach so?
Posted 28 Okt 2006 at 13:19 ¶Dieses «Dann schreibs genau so auf» kennen wir doch alle. Ein weiterer Grund, weshalb gute Zuhörer so wichtig sind.
Was übrigens auch funktionieren kann: Drauflosschreiben, obwohl die Sätze krumm, die Logik in der Revision und die Tippfehler zu zahlreich sind. Wenn der ganze Müll aus dem System ist, und sei es mit einer Reihe von Stummelsätzen, kann «es» richtig zu laufen beginnen.
Posted 28 Okt 2006 at 22:31 ¶Trackbacks & Pingbacks 1
[...] Via der linguistischen Monarchie, die übrigens von einem begabten Schreiberling repräsentiert wird, dessen Stil mich, sofern ich nicht zehn Jahre junger wäre, prompt verscheuchen würde, schnappte ich folgende Ratschläge auf, die einen potenziell ergreifenden Schreibstau überlisten: Texten heisst für mich, in einen gedanklichen Reinraum einzutreten, abgekoppelt von alltäglichen Problemen und Bewusstseinsinhalten. Ist dem Meditieren verwandt. Um diesen Zustand gedanklicher Reinheit zu erreichen, bewährt sich bei mir nicht nur die totale Ruhe, sondern auch: Stauendes, Störendes, Ablenkendes mit Musik wegzuschwemmen. [...]
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