Anglizismen-Alarm (I): Edda Moser

Die Sprache der Poets und Thinkers, das war einmal. Doch nun tritt das Gespenst des Sprachzerfalls selbst im Theater auf: In einem Interview mit der FAZ giftet die Opernsängerin Edda Moser gegen des Deutschen unkundige Fernsehreporterinnen, ignorante Wagner-Nachkommen und den allgegenwärtigen Tumor der Angliszismen. Eine Kostprobe:

Wie ist es um die Sprache auf unseren Bühnen bestellt?
Unsere Sprache ist im Begriff, wie ein krankes Tier zu verenden - auch auf Deutschlands Bühnen. Das Publikum dürfte sich das nicht bieten lassen, doch man schüttelt nur den Kopf, sagt «Schweinerei», und das war’s.

Wo die Dame recht hat, hat sie recht. Doch sind die Anglizismen wirklich das Hauptproblem? Mehr dazu im Folgebeitrag zum «Spiegel».

(Dank für den Hinweis an Ronnie Grob)

Comments 2

  1. Mike kantak wrote:

    Frau Moser hat vollkommen recht, Sie hat das Thema nicht dramatiersiert sondern sich noch hamlos ausgedrückt! Der sichtbare Niedergang der Deutschen Sprache hat seine Wurzeln in der Nichtentwicklung des Menschengeistes,es zeigt sich nicht nur in der Sprache sondern wie jeder Mensch sehen kann ( oder sehen will) in seinen Handlungen!
    Gruß
    M.Kantak

    Posted 21 Okt 2007 at 12:08
  2. Michael Staub wrote:

    Das finde ich jetzt etwas harsch. Vielleicht entwickelt sich der Menschengeist einfach in eine andere Richtung?

    Posted 21 Okt 2007 at 20:59

Post a Comment

Your email is never published nor shared. Required fields are marked *