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	<title>Kommentare zu: Fensterturnen</title>
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	<description>Die linguistische Monarchie.</description>
	<pubDate>Sun, 20 May 2012 23:26:02 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Chat Atkins</title>
		<link>http://wortreich.nightshift.ch/2006-09-22/fensterturnen/comment-page-1/#comment-121</link>
		<dc:creator>Chat Atkins</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Sep 2006 17:22:55 +0000</pubDate>
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		<description>Wenn ein Mensch «Tiefbauvorsteher» ist - hierzulande sagt man übrigens «Tiefbauversteher» dazu - wenn also ein solcher Mann gewohnt ist, gedankenschwer vor Baugruben herumzustehen, dann fehlt ihm schon mal jede Einsicht in Thermalbäder weit oben unterm Dach juchhe. Denn er ist schließlich kein Hochbauversteher. Das also ist erstens schon mal klar.

Wir konstatieren: Da ist ein Mann, der qua Amt von nichts Höherem keine Ahnung nicht hat. Der verlässt trotzdem sein gewohntes Terrain an der verbalen Sickergrube, klettert grammatisch Treppen, bis ihm die Luft ausgeht, und lehnt sich dann weit oben aus dem Fenster, wo er von seiner rhetorischen Veranlagung her gar nicht hingehört. Klar, dass da ihm wie auch seinem Satzbau schwindlig werden muss, obwohl er trotz seiner Höhenangst unbeirrt und machomäßig den Anspruch hochhält, «nicht zu brechen», was wir Norddeutschen, direkt wie wir sind, uns mal mit «nicht zu kotzen» übersetzen.

Was ist daran nicht zu verstehen? Der Mann ist einfach zur falschen Zeit am falschen Ort. Oder der falsche Mann ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ein Mensch «Tiefbauvorsteher» ist - hierzulande sagt man übrigens «Tiefbauversteher» dazu - wenn also ein solcher Mann gewohnt ist, gedankenschwer vor Baugruben herumzustehen, dann fehlt ihm schon mal jede Einsicht in Thermalbäder weit oben unterm Dach juchhe. Denn er ist schließlich kein Hochbauversteher. Das also ist erstens schon mal klar.</p>
<p>Wir konstatieren: Da ist ein Mann, der qua Amt von nichts Höherem keine Ahnung nicht hat. Der verlässt trotzdem sein gewohntes Terrain an der verbalen Sickergrube, klettert grammatisch Treppen, bis ihm die Luft ausgeht, und lehnt sich dann weit oben aus dem Fenster, wo er von seiner rhetorischen Veranlagung her gar nicht hingehört. Klar, dass da ihm wie auch seinem Satzbau schwindlig werden muss, obwohl er trotz seiner Höhenangst unbeirrt und machomäßig den Anspruch hochhält, «nicht zu brechen», was wir Norddeutschen, direkt wie wir sind, uns mal mit «nicht zu kotzen» übersetzen.</p>
<p>Was ist daran nicht zu verstehen? Der Mann ist einfach zur falschen Zeit am falschen Ort. Oder der falsche Mann &#8230;</p>
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