Das «Feuerverbot» inklusive Raketen-Moratorium, welches in diesen Tagen die Frontseiten der Zürcher Presse ziert, tönt vorerst nach einem Schönen Wort. Man denke bloss an den Nahen Osten. Doch falsch getippt! Es geht um das Vermeiden von Waldbränden. Die kantonale Verwaltung hat deshalb ein Brätel- und Grillverbot erlassen, das sich selbst auf holzkohlebasierte Balkon-Grills erstreckt. Begründung: Der «Funkenwurf» könnte Balkonstoren entzünden. Und wies weitergeht, wissen wir ja: I ha nes Zündhölzli aazündt …
Verständlich, dass die Zürcher Polizei gegen «Uneinsichtige» einschreiten muss. Im Kanton Bern wird die Jagd nach Grillsündern als «unnötige Bevormundung» bezeichnet, derweil der «Tages-Anzeiger» in Ermangelung wirklich wichtiger Themen schon mal präventiv fragt: «Werden Sie Nachbarn, die trotz Feuerverbot grillieren, bei der Polizei anzeigen?» (Link). Wie bitte?
Gut möglich, dass es das «Feuerverbot» zum Zürcher Sommerunwort schafft. Denn mit so wenig Feuer so viel Rauch zu erzeugen, ist eine beachtliche Leistung. Vor lauter Rauch könnte man schon fast meinen … hust … aber Hauptsache, es wird nicht grilliert! Das ist nämlich brandgefährlich.
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Wilhelm Tell, das Rütli und die Bratwurst in der Pfanne
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