Topexperten

Wie kommuniziert man Fachkompetenz? Die Broschüre für die Berner InDesign-Konferenz gibt uns ein eindrückliches Beispiel:
Der Profi war gestern. Die Fachleute klingen bieder. Und die Experten sind auch keine mehr. Bühne frei für einen der optimalsten Superlative:

Topexperten!

Auf der nächsten Seite heissen die Herren nur mehr Referenten, doch das soll nicht weiter stören. Zweifellos ist ein Topexperte dem hanebüchenen Experten überlegen. Für InDesigner lohnt es sich also unbedingt, die Konferenz zu besuchen.

Und für die Werbetexter lohnt sich das prophylaktische Nachdenken. Der professionelle Pleonasmus wird die Konkurrenz zweifellos zu neuen Wortschöpfungen animieren. Die gilt es wiederum zu überttreffen. Doch wie lässt sich die Expertise noch toppen? Mit einem Mega-Topexperten?

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  1. From Wortreich | Die linguistische Monarchie » Blog Archive » Deutsch als Challenge on 23 Dez 2006 at 11:22

    [...] Jetzt sind die Topexperten also auch noch charismatisch geworden. Ob ein normaler Mensch die Begegnung mit ihnen überhaupt noch verkraften kann? Vermutlich nicht. Denn schon das Editorial ächzt unter der Bedeutungsschwangerei und trägt den Titel Leadership als Challenge [...]

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