Brüllregister

Nach einem Sonntagskonzert des Tenors Francisco Araizo war im «Tages-Anzeiger» vom 21. März viel Lobendes zu lesen. So sei der zweite Teil des Konzerts mit dem «weiten Spektrum tenoraler Sangeskunst» begeisternd gewesen:

Bravourös, mitreissend, hochkarätig sind Adjektive, die angesichts einer solchen Vorstellung zitert werden könnten (…).

Etwas anders fühlte sich der Renzensent während der ersten Konzerthälfte, als der hochgerühmte Tenor ein «schubertsches Liederpotpourri» und Wagner-Lieder sang:

Verlangt diese Literatur nicht andere Singarten? Macht zu viel Vibratio die Stimme nicht seifig? (…) Ist das Brüllregister immer ein geeignetes Mittel musikalischer Emphase?

Das Wort muss ich mir merken. Schliesslich rückt die Fussball-WM schon unangenehm nahe.

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