PostAuto

Noch die einfachsten, klarsten Wörter lassen sich verhunzen. Variante 1: Man schreibe sie auf Denglisch (vgl. dazu «Supercard»). Variante 2: Man höre auf die reinkarnierten Java-Programmierer.

Diese sind sich nämlich gewohnt, ihre Termini und Funktionsbezeichnungen mit gemischer Gross- und Kleinschreibung zu schreiben.

Während aber Unwörter wie «setClockInterval» oder «getCustomerNameByCustomerID» in einem Quellcode niemanden stören, beleidigen die Wortmutanten wie «PostAuto» oder «BankCard» zuverlässig jedes Auge, das sie erblicken muss.

Beispiele finden sich bei der früheren StaatsPost, die nicht bloss mit PostAutos
PostAuto wirbt, sondern auch mit «PaketPost», «ExpressPost», «PostMail» und, oh weh, «PostLogistics». Vermutlich haben die KommunikationsVerantwortlichen, welche diese Scheusslichkeiten absegneten, ganze TomatenKisten auf den Augen.

Comments 2

  1. Lukas wrote:

    Aber immerhin haben diese grossbuchstäblichen Ungetüme mitten im Wort einen sehr, sehr schönen Namen: Es handelt sich um Binnenmajuskeln.

    Posted 03 Mrz 2006 at 18:52
  2. Michael Staub wrote:

    Stattgegeben. Ich werde auf meiner nächsten Postautofahrt daran denken.

    Posted 03 Mrz 2006 at 21:33

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  1. From Wortreich » Blog Archive » Belehrungskurs on 26 Mrz 2006 at 20:28

    [...] Ein schönes oder eher ein schlimmes Wort? Je nach Kontext wohl. Ich hätte mir einen Belehrungskurs für jene Autofahrer gewünscht, die jeden Morgen meine ÖV-Route zu verstopfen meinen müssen. Dass es in den Zeiten von Mobility*, PostAuto (s. hier und ZVV immer noch so viele Solo-Fahrer gibt, wird wohl auch auf mangelndes Wissen zurückgehen. [...]

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