Die Hausfrau bleibt im Küchenschrank

Fremdsprachen sind Glückssache. In der «NZZ am Sonntag» wird der neue Film «Handyman» mit Marco Rima wie folgt rezensiert:

(…) Machtentscheidend ist jedoch, wie viel Salz, Pfiff und Pfeffer der Film hat. Leuten mit Bluthochdruck kann sofort Entwarnung gegeben werden: Das Ménagèrli bleibt im Chuchichäschtli. Dabei hätte der Plot ein paar hübsche Twists aus der Suspense-Kiste parat (…)

Répétons!

Das Ménage sieht bekanntlich etwa so aus. Es heisst aber wirklich ménage, also Haushalt, und nicht ménagère, d. h. Hausfrau. Hausfrauen im Chuchichäschtli – eine bedenkliche Aussage. Tant pis. Englisch ist in der globalisierten Welt ja sowieso wichtiger.

Halten wir fest: Im klassischen Ménage sind nebst Salz und Pfeffer höchstens Maggi, Aromat und Zahnstocher zu finden. Den Pfiff treffen geduldige Zeitgenossen ab und zu noch in Antiquariaten an. Er versteckt sich meist in Jugendbüchern aus den 50er Jahren, gleich neben den alten Dictionnaires de la langue Française.

Zu den Plots, Twists und der Suspense-Kiste schweigt des Sängers Höflichkeit. Denn Englisch kann ja heute jeder.

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