Junggesellenbude

Der Junggeselle, jener «Mann, der in einer Bude wohnte, sich von Spiegeleiern mit angebrannten Bratkartoffeln ernährte und an verschiedenfarbigen Socken (…) zu erkennen war» (Quelle: Bedrohte Wörter), schien ausgestorben. Oder zumindest in Single umbenannt (Englisches Wort! Hip!).

Doch einige unbeugsame Gallier halten die Ehre des angestaubten Wortes immer noch hoch: In der heutigen NZZ am Sonntag wird auch «Christian Kaufmann von Füglistaller in Basel» befragt (für Unkundige: Bei Füglistaller scheint es sich um ein Aussteuer-Geschäft zu handeln). Und welche Geschirr-Strategie empfiehlt der Experte für Tischkultur?

«Ich meine, jeder Haushalt sollte alles mindestens zwölf Mal haben, sogar eine Junggesellenbude.»

Recht so. Schliesslich wollen die Fräuleins nicht nur Swing tanzen, sondern auch essen.

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