Services

Von Internetportalen, Flugblättern und Inseraten schreit einen bald nur noch ein einziges Unwort entgegen: Der Provider, die Fondsverwaltung, der Kaminfeger - alle bieten sie nur mehr “Services” an.

Wie gut, dass sich niemand daran stört. Denn “Services” bedeuten alles und nichts: Einen “zusätzlichen Belag” auf der Pizza, eine “massgeschneiderte Beratung” und auch alles andere, was mangels Präzision (oder eben Phantasie) nicht aussagekräftig benannt werden kann.

Das oft geschmähte “Produkt”, das aus gewissen Mündern tatsächlich ein Unwort erster Güte ist (man denke nur an Spitaldirektoren, Waffenplatzkommandanten oder Schulverwalter), wird gegenüber den “Services” ein Musterbeispiel an Aussagekraft. Denn es ist wenigstens ein deutsches Wort. Auch wenn es vergessen gehen könnte, sofern der Wandel von der Produktionsgesellschaft zur Services Society planmässig weiter geht.

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